Das Panzerbataillon 203 in den Jahren 2006 - 2010

Januar 2006 - Das Panzerbataillon 203 wurde mit 120 Pistolen P8 vom InstBtl 7 und der Stabskompanie 7. Panzerdivision ausgestattet.


19.01. - Überraschender Besuch durch 9 russische Offiziere im Rahmen einer KSE-Inspektion. Nicht nur die Einhaltung der Abrüstungsvereinbarungen wurden kontrolliert, es standen auch ein Besuch der Kriegsgräbergedenkstätte auf dem Duloh, das Mahnmal vor der Kaserne und der STALAG VI-A Gedenkraum auf dem Besuchsprogramm.


17.05. - Bataillonssportfest zur Ableistung des Disziplinen für das Deutsche Sportabzeichen mit anschließenden Fußballturnier und Siegerehrung.


19.05. - Fußballturnier des Bundeswehrsozialwerkes Bereich West in der Sporthalle mit einer Mannschaft des Panzerbataillons 203.


06.09. - 50 Jahre Panzerbataillon 203 wurde mit dem letzten “Tag der Familie“ in der Blücherkaserne gefeiert. Das feierliche Gelöbnis der 3. Kompanie fiel auf den gleichen Tag.

 

September - Teilnahme an der Experimentalübung „ Comon Umbrella“ im GÜZ ALTMARK.


Dezember - Bei der Lehrübung OSH-Schießen, hatte das Panzerbataillon 203 den Auftrag, eine Lehrübung im scharfen Schuss für den Offiziernachwuchs der Offizierschule des Heeres Dresden durchzuführen.

23.01.2007 - Das Panzerbataillon 203 erhielt das Fahnenband des Landes Nordrhein-Westfalen.


..."Die Bundeswehr ist heute fest in unserem demokratischen Gemeinwesen verankert. Wann immer nach dem Vertrauen in staatliche Institutionen gefragt wird, liegt sie in der Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger ganz weit vorn. Diesen Respekt und dieses Vertrauen genießt die Bundeswehr zu Recht. Die Belange der Bundeswehr liegen der Landesregierung am Herzen."...

 

Mit diesen Worten hat heute der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Michael Breuer, das Panzerbataillon 203 an der Blücher-Kaserne zu Hemer gewürdigt. In Vertretung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers verlieh Minister Michael Breuer das Fahnenband des Landes Nordrhein-Westfalen an das Panzerbataillon.

...Die Geschichte der Bundeswehr kann man ohne Zweifel eine Erfolgsstory nennen. Stellvertretend für alle Soldaten der Bundeswehr verleihe ich das Fahnenband des Landes Nordrhein-Westfalen heute in Vertretung des Ministerpräsidenten an das Panzerbataillon 203. Im Namen der Menschen in Nordrhein-Westfalen möchte ich Ihnen meinen herzlichen Dank aussprechen. Sie erweisen unserer Gesellschaft mit Ihrem Einsatz einen großen Dienst. Wir wissen das zu schätzen und bringen das mit der Fahnenbandverleihung zum Ausdruck. Ich wünsche Ihnen allen und Ihrem Bataillon viel Soldatenglück und für die Zukunft alles Gute an Ihrem neuen Standort Augustdorf. Behalten Sie die Stadt Hemer mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in guter Erinnerung. Glück auf oder wie man bei Ihnen sagt "Hacke-Tau"....


Klicken Sie bitte auf das Foto und Sie gelangen zur Rede von Minister Michael Breuer, anlässlich der Verleihung des Fahnenbandes des Landes Nordrhein-Westfalen, an das Panzerbataillon 203, am Dienstag den 23. Januar 2007 im Dammstadion zu Hemer.

Januar - Das Panzerbataillon 203 verlegte von Hemer nach Augustdorf in die General-Feldmarschall-Rommel Kaserne. Am Verladebahnhof, das Panzerbataillon 203 verlässt nach 50 Jahren den Standort Hemer Richtung Augustdorf.

20.02. - Ankunft in Augustdorf, „Die Leoparden kehren zurück“

...auf der Panzerringstraße.

 

Im festlich würdevollen Rahmen nahm das Panzerbataillon 203 den Platz des Ende 2002 aufgelösten legendären Panzerbataillon 214 ein, so dass nun wieder Soldaten mit dem schwarzem Barett und ihren Kampfpanzern in Augustdorf stationiert sind. Absicht war es nun, mit einem ebenso symbolischen Einzug unter Donnern der Panzermotoren den Einheiten und Verbänden des Standortes Botschaften zu übermitteln, die der Bataillonskommandeur Oberstleutnant Joppich wie folgt formulierte:

1. In Abwandlung eines alten Mottos der Bundeswehr: „Wir Hacketäuer sind

fortan da, mit uns ist fortan zu rechnen.“.

2. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Kameraden der anderen

Truppengattungen am Standort – schließlich wurden wir ja auch sehr herzlich

empfangen, auch wenn es zukünftig etwas eng in der Kaserne werden mag …

3. Die Leoparden sind zurück in der Senne und in Augustdorf. Hierbei gilt der

Dank allen ehemaligen und aktiven Soldaten der stolzen und leider aufgelösten

Panzerbataillone 213 und 214 für ihre offene Art.

4. Wir kommen aus der Garnison Hemer, in der wir als Soldaten und Bürger

bestens integriert waren, und wir werden diese Wurzeln in Erinnerung behalten und aktiv pflegen.

5. Aber wir „Hacketäuer“ freuen uns auch darauf, uns auf das schöne

„Lipperland“ einzulassen und ein aktiver Teil dieser Region zu werden!

 

Am gleichen Tag wurde die 5./ Kompanie als Einsatz- und Unterstützungskompanie in Dienst gestellt.

Eingangsbereich zum Stabsgebäude Panzerbataillon 203, mit Erinnerungstafel.

März 2007 - Die 1. PzDiv hatte den Auftrag, das neue Führungsinformationssystem (Heer) zu prüfen. Das neue System wurde in einer Feldversuchsübung durch den Stab der 1. PzDiv und der PzBrig 21 mit PzBtl 203 und Unterstützung der Hildesheimer PzGrenBrig 1 in Munster erprobt.

21.-25.05 - Übten die „Hacketäuer“ im „Combined Arms Tactical

Trainer“ (CATT) der britischen Armee in Sennelager. Ziel dieser Übung war es, zu

prüfen ob eine Einbindung dieses Trainers in die Deutsche Ausbildungssystematik

für gepanzerte Truppen möglich ist. Dazu verlegten Teile des Stabes und die 4.

Kompanie tagsüber in die ca. 25km entfernten Normandy Barracks nach Sennelager. Resultat: Im Zuge der Testwoche wurde festgestellt, dass das CATT eine sehr gute Möglichkeit ist, die Simulationslücke zwischen dem AGPT und dem GÜZ zu füllen und das System SIRA durch die „Fehlerquelle Mensch“ in den Gefechtsfahrzeugen zu ergänzen, denn im CATT wirkt sich ein nicht sauber formulierter Befehl bis zum Kraftfahrer direkt aus. Die gemachten Fehler, aber natürlich auch besonders zweckmäßige Entschlüsse konnten an Bildschirmen in der Übungssteuerung aber auch im Nachhinein in einem Hörsaal bis ins kleinste Detail in der Wiederholung analysiert und bewertet werden.

16.06. - Die „Neuen“ stellen sich auf dem "AST" Augustdorfer Soldatentag vor. Eine neue Erfahrung für die alten Hemeraner. Die traditionsreiche Veranstaltung fand bei einerseits strahlendem Sonnenschein, andererseits sintflutartigen Regenfällen in der Generalfeldmarschall Rommel Kaserne vor Rund 30000 Besuchern und Gästen statt.

13.-26.08. - Die gesamte PzBrig 21 befand sich wieder auf dem TrÜbPl Bergen. Neben dem Panzerschießen der 3. Kompanie und dem RÜZDurchgang der 2. Kompanie, stand diesmal auch eine Brigademarschausbildung auf dem Dienstplan. Am 20. August marschierte die PzBrig 21 auf dem TrÜbPl Bergen. In Vorbereitung auf diesen Marsch übte das Bataillon mit Unterstützung des sPiBtl 130 u.a. den Gewässerübergang mit Hilfe von Kriegsbrücken oder im Fährbetrieb und den Angriff auf die Marschkolonne durch gegnerische Flieger, welche durch Pilatus-Maschinen real dargestellt wurden. Diese Ausbildung diente bereits der Vorbereitung auf die Übung „Task Force Amber“

 

 

 

 

24.08. - Der scheidende Kommandeur PzBtl 203 Obertsleutnant Joppich absolvierte seinen letzten Schuss mit dem KPz Leo 2A6M im Rahmen einer durch den KpChef der 3.Kompanie angelegten Übung.

 

13.09. - Oberstleutnant Wolfgang Joppich "Übergab" die „Hacketäuer“ in einem feierlichen Appell an seinen Nachfolger Oberstleutnant Andreas Durst.

04.10. - Die 3. Kompanie verlegte am 04. Oktober auf den Truppenübungsplatz KLIETZ, um dann im Gefechtsmarsch mit der Überquerung der Elbe ins GÜZ zu verlegen. Von dort verlegte die Task Force „AMBER“ per Eisenbahntransport auf den Truppenübungsplatz Bergen, um hier die Abschlussübung im scharfen Schuss durchzuführen. Während des Elbeübergangs kam es zu einem tödlichen Unfall, als ein Kampfpanzer von der Fähre rutschte und in der Elbe versank. Der Kraftfahrer des Kampfpanzers fand dabei den Tod. Am Volkstrauertag setzte man am Ehrenhain der PzBrig 21 in der GFM Rommel Kaserne ein Gedenkstein für den Kameraden.

01.01.2008 - Nach dem Jahreswechsel legte das Bataillon den Schwerpunkt von der Panzerausbildung auf die Einsatzvorbereitung für den beforstehenden Afghanistan Einsatz. Während sich die 4. Kompanie ab dem 01.01. bereits im „Ernstfall“ befand und für einen weltweit möglichen Auftrag im Standort Augustdorf als Nationale Reserve „Gewehr bei Fuß“ stand, hieß es für den Großteil des Bataillons, sich auf den Einsatz im Norden Afghanistans vorzubereiten. Das Bataillon hatte als Leitverband für das PRT Feyzabad den Stab PRT, die Heeresanteile der Stabs- und Versorgungskompanie sowie die Schutzkompanie Feyzabad zu stellen.

 

Der ISAF-Auftrag warf - parallel zur Stand-By Phase der 4. Kompanie - seine Schatten bereits ab dem ersten Halbjahr 2008 voraus und sollte das gesamte Jahr die Themen der Ausbildung und der Offizier- und Unteroffizierweiterbildungen beherrschen; damit der Auftrag, das XVII. ISAF-Kontingent zu stellen, in der von den „Hacketäuern“ gewohnten Professionalität sichergestellt werden konnte. Die Panzer "verweilten" während des Einsatzes unter den Schleppdächern, Teile der 5.Kompanie übernahm die Ausbildung der zukünftigen Panzersoldaten, damit nach dem Einsatz wieder ausgebildete Panzermänner dem Bataillon zur Verfügung standen und somit der Auftrag des "Panzerbataillons der Eingreifkräfte" ohne größere Reibungsverluste im Jahr 2009 verzugslos aufgenommen werden konnte.

26.01. - Fand mit zahlreichen Besuchern das traditionelle Gästeschießen des Panzerbataillons 203 statt.

Juli-November - War der Einsatz im äußersten Nordosten Afghanistans im Rahmen des 17. EinsKtgt ISAF Schwerpunktauftrag des Panzerbataillon 203. Vier Monate stellten die „Hacketäuer“ den Leitverband des Provincial Reconstruction Team (PRT) FEYZABAD in der entlegenen Provinz BADAKHSHAN. Die latente Bedrohung durch Anschläge, das hochgebirgige Gelände und das Klima verlangten den Soldaten einiges ab.

 

 

 

 

08.10. - Beide Teile des Bataillons, sowohl das Team Heimat als auch die Einsatzsoldaten, waren am ersten Jahrestag des tragischen Elbe-Unfalls im Gedenken an den damals verstorbenen Kameraden vereint und dies trotz der 5.500 km, die sie geografisch trennten. An dem aus diesem Anlass in FEYZABAD angesetzten Gedenk- bzw. Feldgottesdienst nahmen nicht nur jene Kameraden teil, die im Vorjahr die zermürbenden Tage der Ungewissheit miterlebt hatten, sondern insgesamt ein Großteil aller Nationalitäten im PRT.

16.05.2009 - Im Rahmen des „Augustdorfer Soldatentages“ präsentierte das Panzerbataillon 203 im Zusammenwirken mit den Aufklärern, Pionieren und Panzergrenadieren der Panzerbrigade 21 das Gefechtsbild „Der verstärkte Panzerzug im Angriff“, um den Besuchern die Fähigkeiten der Panzertruppen

eindrucksvoll vor Augen zu führen. Daneben waren Kampfpanzer der Hacketäuer an dynamischen und statischen Waffenschauen beteiligt. Die Resonanz war hervorragend, ca. 30.000 Besucher erstürmten an diesem Tag die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf. Im Mittelpunkt ihres Interesses, die Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A6 M.

27.05. - Die Hacketäuer führten für die Panzerbrigade 21 „Lipperland“ das Feierliche Gelöbnis im zweiten Quartal durch. In der herrlichen Kulisse des barocken Marstall-Innenhofs des Schloss Neuhaus (Stadt Paderborn) gelobten dreihundertvierzig Rekruten aller Verbände der Brigade vor den Augen von ca. 600 Gästen der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Musikalisch begleitet wurde das Gelöbnis durch das Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster.

15.-18.06. - Im Rahmen des Lehrübungsblockes NORD präsentiert die 1./PzBtl 203 den Hauptgefechtstand der Hacketäuer mit Rettungsstation während die 3./- die Panzerkompanie eines verstärkten Panzergrenadierbataillons im Angriff im scharfen Schuss stellt.

22.08. - Fand ein sehr gelungener Familientag im Panzerbataillon 203 statt. Das Foto zeigt die Ansprache des 1.Vorsitzenden Karl-Heinz Schröder, zur bevorstehenden Gründung des Freundeskreises Panzerbataillon 203 und ehemaliges Panzerbataillon 214.

14.09. - Brigadegeneral Dirk Backen übergab in einem feierlichen Appell das Kommando über das Panzerbataillon 203 von Oberstleutnant Andreas Durst an Oberstleutnant René Schüren.

01.10.2009 - Unter dem Motto „Es findet zusammen was zusammen gehört“ bildeten Kameraden der „Vereinigung der Freunde und Ehemaligen PzBtl 214 e.V.“ und des Panzerbataillon 203 durch Schulterschluss den:

Freundeskreis

Panzerbataillon 203 „Die Hacketäuer“ und ehemaliges Panzerbataillon 214 e.V.

 

um gemeinsam in der Zukunft aktiven- und ehemaligen Soldaten mit dem schwarzen Barett, Freunden und Interessierten Bürgern eine Basis zur Erhaltung von Freundschaft und Kameradschaft zu bieten, Traditionen zu pflegen und im Notfall unbüroktatisch Kameraden zu helfen.

15.-18.10. - Das gesamte Panzerbataillon 203 wurde in der Brigadeübung

„IRON FOX“ durch die Panzerbrigade 21 beübt. Hierbei führte die Brigade parallel eine Angriffsoperation der Taskforce „COPPER“ sowie eine Stabilisierungsoperation des ORF-Bataillons auf den Truppenübungsplätzen MUNSTER-SÜD und BERGEN.

05.11. - Nur eine Woche nach „IRON FOX“ und der weitergehenden Einsatzvorbereitenden Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz BERGEN verlegte das ORF-Bataillon in das Feldlager Planken (Gefechtsübungszentrum Heer), um hier zuerst die Stabsarbeit im Einsatz zu forcieren sowie Geiselnahme und Massenanfall von Verletzten, Objektschutz, Zugriff und Cage-Operationen als Kompanieaufgaben zu vertiefen.

08.11. - Traditionelles "Gänseessen" in der "OHG Lippische Rose" in der GFM Rommel Kaserne. Das Foto zeigt den Einzug der "Buker Husaren" anlässlich 50 Jahre Panzerbataillon 214 zum 01.06.2009.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf das Foto.

16.12. - Das Bataillon war für sechs Monate in Bereitschaft, um kurzfristig als operative Reserve im Verantwortungsbereich KFOR oder EUFOR eingesetzt werden zu können.

Januar 2010 - SASPF (System Anwendungssoftware Produktfamilie SAP) wurde im Panzerbataillon 203 eingeführt. Dieses System ist der Nachfolger des DVU-VTT (Datenverarbeitungs-Unterstützungsprogramm Versorgungstruppenteil).

April - stand ganz und gar im Zeichen der Divisionsrahmenübung „IRON TAURUS“ der 1. Panzerdivision. Die "Hacketäuer" stellten zu dieser Übung zahlreiche Kräfte. Eine verminderte Panzerkompanie sowie eine verminderte Infanteriekompanie wurden der Task Force „COPPER“ (Führung durch das Panzergrenadierbataillon 212) unterstellt. Des Weiteren beteiligten sich die Hacketäuer an der Leitungstruppe ROT sowie am Leitungs- und Schiedsrichterdienst.

Juli - Alle Kräfte des Bataillons waren fortan auf die einsatzvorbereitende Ausbildung für den Einsatz in AFGHANISTAN konzentriert. Das Panzerbataillon 203 stellt als Leitverband für das 25. und 26. (1) Kontingent den hauptsächlichen Anteil des Personals vom PRT-Stab, der Unterstützungs- und Versorgungskompanie sowie der Schutzkompanie des PRT KUNDUZ.

11.09. - Wieder einmalig, der Familientag im Panzerbataillon 203


05.11. - Das Jahr neigte sich, Zeit fürs traditionelle "Gänseessen" in der OHG "Lippische Rose" in der GFM Rommel Kaserne.